“Gemeinsam an der Zukunft unserer Bank arbeiten” Frage an Matthias Zander

Herr Zander, in den vergangenen zwei Jahren haben Sie und Ihre Mitarbeitenden viel Zeit in den Strategieprozess gesteckt. Was hat diese zwei Jahre geprägt?

Matthias Zander: In keinem Zukunftsszenario für Banken ist ein „Weiter so“ möglich – das stellt uns vor Herausforderungen und eröffnet uns zugleich Chancen. Um diese Chancen geht es in unserem Zukunftsbild, das wir über die vergangenen 24 Monate hinweg erarbeitet haben. Natürlich sind Digitalisierung, Vernetzung und Automatisierung Kernelemente auch unserer strategischen Neuausrichtung. Vor allem aber geht es uns um unsere genossenschaftliche Identität, die regionale Verbundenheit und um Kundennähe. Dabei haben wir, die Geschäftsleitung, den Prozess nicht diktiert. Sowohl Führungskräfte als auch Nachwuchskräfte haben daran mitgewirkt. Dieser Generationenmix war uns extrem wichtig. Genauso wesentlich war die Tatsache, dass wir gemeinsam an der Zukunft unserer Bank arbeiten und Entscheidungen treffen. Daraus entstanden ist unsere neue Vision „Die Bank in meinem Leben“, außerdem haben wir neun werteorientierte Leitsätze entwickelt.

Jetzt gilt es die zahlreichen Maßnahmen umzusetzen, damit wir unsere ehrgeizigen Ziele erreichen können. Wir sind Teil einer erfolgreichen genossenschaftlichen Finanzgruppe mit der top Ratingnote AA-. Daran arbeiten wir zielgerichtet weiter.


„Unser Ziel: Digital sein. Persönlich bleiben.“ Frage an Thomas Geier

Herr Geier, nicht nur das Verhalten der Kunden bei den Zugangswegen hat sich geändert, auch die Bedürfnisse ändern sich immer schneller. Wo wünschen sich Kunden Veränderung und wo Beständigkeit von einer Bank?

Thomas Geier: Die Kunden, egal ob Privat- oder Firmenkunden, wünschen sich eine kluge Mischung. Die Digitalisierung ermöglicht viele attraktive Online-Services. Gleichzeitig legen unsere Kunden Wert darauf, dass ihre Bank menschlich nah, persönlich zugänglich und nutzenbringend ist. Wir wollen beides kombinieren: die Vorzüge des Internets mit denen der Bank vor Ort. Im Internet sind Informationen sofort verfügbar, die Auswahl ist groß und ständig abrufbar. Das kennen wir alle von großen Online-Anbietern und das erwarten unsere Kunden auch von uns. Digital ist zunehmend normal.

Was wir darüber hinaus bieten sind unsere kompetenten Mitarbeitenden und unsere hochwertige Beratung: Das ist unser starkes Unterscheidungsmerkmal. Diesen Service stellen wir sicher durch die Kompetenzzentren des Private Investment Office und der Unternehmensberatung ebenso wie durch unser Filialnetz. Auch in unserem Kundendialogcenter mit dem neuen Vob@free und dem bekannten ServiceCenter erhalten unsere Kunden persönliche Betreuung und umfassende Beratung. Neu sind auch unsere beiden Unternehmensblogs: Auf „meine“ schreiben unsere Mitarbeitenden über unsere Region und unsere Bank. Beim „Weitblick“-Blog liegt der Themenschwerpunkt auf unserer hauseigenen Vermögensverwaltung sowie der allgemeinen Kapitalmarktentwicklung. Unser Ziel lautet: Digital sein. Persönlich bleiben.


„Wir integrieren Nachhaltigkeitsaspekte in allen Geschäftsprozessen und -entscheidungen.“ Frage an Klaus Bieler

Herr Bieler, das Thema Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Bestandteil Ihres Strategieprozesses. Wo liegen die Prioritäten der Bank?

Klaus Bieler: Nachhaltigkeit betrifft uns alle. Dieser Verantwortung stellen wir uns seit Jahren. Darauf aufbauend haben wir unsere Unternehmensbereiche auf ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit überprüft, um Schwachstellen und Potenziale aufzudecken. Ehrgeizige Ziele sind das Ergebnis: beispielsweise möchten wir unsere Kunden für nachhaltige Geldanlagen sensibilisieren und werden dies in Zukunft noch intensiver tun. Dazu überprüfen und erweitern wir ständig unsere Produktpalette. So hatten wir bereits 2019 neben unserem eigenen Volksbank Kraichgau Fonds Nachhaltigkeit weitere zehn nachhaltige Investments in unserem Portfolio. Damit stieg das Anlagevolumen in diesem Produktsegment um 37 Prozent an. Weitere Ziele sind die Verringerung unserer CO2-Emissionen, um dem 2-Grad-Ziel zu entsprechen, die Integration von Nachhaltigkeit im Risikomanagement und die Förderung der Work-Life-Balance unserer Mitarbeitenden.

Um die gesetzten Ziele zu erreichen und um das Thema fest im Unternehmen zu verankern, bringen wir funktionsübergreifende Führungs- und Fachkräfte aus der ganzen Bank zusammen. So integrieren wir Nachhaltigkeitsaspekte in allen Geschäftsprozessen und -entscheidungen. Unsere Fortschritte überwachen wir und berichten darüber transparent in unserem Nachhaltigkeitsbericht.